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06.10.2019

Speedskating - Felix Rijhnen – der beste deutsche Speedskater gewinnt Berlin Marathon

Der Darmstädter Felix Rijhnen gehört zu den besten Speedskater in der Welt. Im Jahr 1995 wurde der damals 5-jährige Mitglied bei der Eis- und Rollschnelllauf Gemeinschaft e.V. Darmstadt. Bereits im Alter von 7 Jahren nahm er an einem Marathon teil und hat seitdem seine Leidenschaft für das Speedskating und dabei besonders für die langen Strecken immer weiter intensiviert. Seine Leidenschaft für den Sport zeichnet ihn aus und bestimmt sein Leben. Aber nicht nur die aktive Teilnahme am Sport, sondern auch diverse Funktionen in den Ehrenämtern, z.B. als Aktivensprecher oder Trainer gehören dazu.
Nachdem Felix bei der WM 2017 in Nanjing die Goldmedaille im 10.000 m Punkterennen auf der Bahn und bei der WM 2018 in Arnheim die Goldmedaille im Marathon gewonnen hat, fehlte ihm nur noch ein Sieg zur Erfüllung seiner Träume. Der Sieg bei dem Berlin Marathon ist für jeden Speedskater das Nonplusultra in der sportlichen Karriere. Die Veranstaltung in Berlin ist in der Welt der Inlineskater eine der wichtigsten und hat den schnellsten Strassenkurs den es gibt. Von der Bedeutung von Berlin zeugen auch die über 6.000 Starter*innen und die vollständige Anwesenheit der Weltspitze. Dieses Rennen zu gewinnen war der Traum von Felix und der ging am 28. September in Erfüllung.
Das Rennen fand bei widrigen Wetterbedingungen statt. Regen und kühle Temperaturen sind für Felix aber bessere Bedingungen als Hitze, also für ihn gute Voraussetzungen. Gemeinsam mit seinem Freund und Teamkameraden (Powerslide-World-Team) Bart Swings aus Belgien führte er das Feld an. Der Belgier gewann bisher 6 mal den Berlin Marathon und auch in diesem Jahr sah es nach einem Sieg für ihn aus. Einen Kilometer vor dem Ziel hatte sich eine Gruppe von 15 Sportlern gebildet und Bart Swings zog den Endspurt an. Kurz vor dem Ziel setze sich der französische Weltmeister Nolan Bediaff an Bart Swings vorbei, aber Felix heftete sich an seine Fersen. Mit einem famosen Endspurt und durch seinen riesigen, unvergleichbarem Zielschritt konnte sich Felix seinen Traum erfüllen und als Erster über die Ziellinie fahren. In einem Zeitungsinterview beschreibt er diesen Sieg so: „Dieser Erfolg ist gleichwertig mit meinen beiden WM-Titeln. Mich als erster deutscher männlicher Speedskater in die Berliner Siegerliste eintragen zu können ist einfach grandios.“ Der Sieg in Berlin folgte in diesem Jahr den Siegen in Spanien, Frankreich und Tschechien und damit konnte Felix auch den Gesamtsieg im Worldcup für sich verbuchen.
Das Fest in Berlin wurde durch den zweiten Platz seiner Freundin Katharina Rumpus komplettiert, die nach einem harten Rennen sich nur der mehrmaligen Weltmeisterin Sandrine Tas aus Belgien geschlagen geben musste.
Für Felix und Katharina beginnen jetzt etwas ruhigere Zeiten, in denen sie ihre Erfahrungen an jüngere Sportler*innen weitergeben können, den beide sind auch Landestrainer des HRIV.

Bericht von Alexander Enderes



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