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1.9.2019

Speedskating - Europameisterschaften, Pamplona, 25.08. - 01.09.2019

Schwache Leistung des deutschen Nationalteams bei der EM in Pamplona in Spanien

Mit nur einer Goldmedaille kehrte das deutsche Nationalteam aus Pamplona nach einer Woche Europameisterschaften zurück. Felix Rijhnen (ERSG Darmstadt) sicherte sich mit einem fulminanten Endspurt die Goldmedaille auf der Marathon-Strecke. Es war der zweite EM-Titel nach 2014 für Deutschlands besten Langstrecken-Speedskater und ein weiterer Erfolg nach der Bronzemedaille auf derselben Strecke bei der WM im Juli dieses Jahres in Barcelona.

Jedoch blieben weitere Titel aus, obwohl die deutsche Nationalmannschaft mit 39 Sportlern angetreten und damit eines der Teams mit den meisten Sportlern am Start war. Insgesamt war die Bilanz der Deutschen: einmal Gold und fünfmal Bronze. Im Vergleich gewann Belgien mit 15 Startern 30 Medaillen und Italien mit in etwa gleich großem Team wie das deutsche 65 Medaillen. Durch den Zeitpunkt der EM Ende August waren verständlicherweise einige der Medaillenkandidaten nicht am Start: Mareike Thum, Simon Albrecht und Stefan Emele lehnten die Teilnahme ab, da sie bereits mit der Vorbereitung in die Eisschnelllauf-Saison begonnen hatten.

Die hessischen Speedskater hatten wie seit Jahren den größten Anteil an den deutschen Medaillenerfolgen: neben Felix Rijhnen, gewann Leonie Imhof (Blau-Gelb Groß-Gerau) zusammen mit Franziska Petry die Bronzemedaille im 500 m Teamsprint der Juniorinnen und Laethisia Schimek (Blau-Gelb Groß-Gerau) ebenfalls die Bronzemedaille im 500 m Sprint auf der Bahn. Laethisia Schimek war überglücklich über den Gewinn der Medaille, da sie sich im letzten Jahr nach einem Schlüsselbeinbruch mit Komplikationen in akuter Lebensgefahr befand und nur durch eine Notoperation gerettet werden konnte. „Die Medaille war für mich auch der Beweis, dass ich über den Berg bin und dass es sich gelohnt hat, weiter an den Erfolg zu glauben“, sagte die Groß-Gerauerin nach ihrem erfolgreichen Rennen.

Das schlechte Abschneiden der deutschen Sportler wird in den nächsten Monaten aufgearbeitet und bei verschiedenen Sitzungen im hessischen und deutschen Rollsport und Inline-Verband zum Thema gemacht, um über Vorschläge und deren Umsetzung in den kommenden Jahren zu beraten.

Bericht Peter Emele



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