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18.07.2019

World Roller Games 2019 - Speedskating – Gold für Mareike Thum

Die Speedskatingwettbewerbe direkt an der Strandpromenade waren aus hessischer Sicht die wichtigsten Wettbewerbe, da dort 8 Sportler*innen des HRIV am Start waren. Beide Wettbewerbe auf der Bahn (B) und auf der Straße (S) wurden auf einer Anlage direkt an der Strandpromenade durchgeführt. Obwohl sich die Stadt Barcelona mit dem Aufbau einer Speedskatingarena sehr viel Mühe machte, waren die Wettbewerbe für das gesamte deutsche Team nicht besonders erfreulich. Mit der Bahn hatten alle ihre Probleme. Zum ersten Mal wurde eine transportable Speedskatingbahn aufgestellt und diese hatte den gravierenden Nachteil, dass sie sehr instabil war. Die Sportler*innen fuhren wie auf „rohen Eiern“ und auch der Straßenkurs war schwer befahrbar. Der ersehnte Medaillenregen blieb leider aus.
Aber obwohl die Bahn so schwer zu fahren war, schaffte Mareike Thum aus Darmstadt die Sensation und holte sich Gold und damit den Weltmeistertitel über 1.000 m. Auch über 10.000 m Ausscheidung war Mareike sehr erfolgreich und holte sich die Bronzemedaille.
Der schnellste Sportler auf Rollen kam bisher aus Groß-Gerau. Simon Albrecht geht als letzter Weltmeister über 300 m im Einzelstart in die Analen ein. Leider wurde diese Disziplin abgeschafft und Simon hatte in Barcelona auch mit den Besonderheiten der Bahn zu kämpfen. Die erhoffte Goldmedaille blieb im leider verwehrt, aber über die neue Disziplin 200 m Dual-Time-Trail (DTT) konnte er sich die Silbermedaille sichern. In seiner starken Disziplin über 500 m wurde er allerdings Opfer einer unfairen Attacke eines Kontrahenten, die aber die Schiedsrichter nicht geahndet haben und er somit nur den 4. Platz belegte. Seine Qualtäten als Sprinter bewies Simon bei den 100 m. Dieser Wettkampf wurde mitten in Barcelona vor einem begeisterten Publikum auf einer der wichtigsten Straßen, der „Passeig de Garcia“, ausgetragen, wobei der Zieleinlauf vor dem Meisterbau des katalanischen Architekten Antoni Gaudi, der „La Pedrera – Casa Mila“ war. In einem spannenden Finale holte sich Simon noch die Bronzemedaille.
Der beste deutsche Allrounder ist zweifelsfrei Felix Rijhnen von der ERSG Darmstadt. Aber auch er hatte in Barcelona mit der Bahn zu kämpfen. In seiner Paradisziplin den 10.000 m Punkte/Ausscheidung konnte er immerhin den 6. Platz belegen. Wegen der für ihn sehr schlecht zu fahrender Bahn, ist dies ein gutes Ergebnis. Den gleichen Platz belegte er auch in dem Rennen über 10.000 m Ausscheidung. Obwohl Felix in dem letzten Rennen auf der Straße gestürzt war und sich den Fuß verletzte, ging er bei dem Marathonrennen an den Start. Ziel in diesem Rennen war wie bei den 100 m in Höhe von Gaudis Haus. Die Strecke führte 8 km auf der „Diagonal“ entlang und musste 5-mal befahren werden. Damit war auch der Marathon mitten in der City und auf einer der meistbefahrenen Straßen Barcelonas. Felix fuhr trotz seiner Verletzung ein beherztes Rennen und holte sich die lang ersehnte Medaille, diesmal in Bronze.
Laethisa Schimek hatte zum Jahresbeginn eine schwere Erkrankung und muss sich wieder in die Weltspitze zurückkämpfen. Trotz dieses Handicaps gelang ihr über 200 m DTT ein bemerkenswerte 14. Platz. Bei dem Rennen über 100 m zeigte sie ihre aufsteigende Leistung und belegte den 9. Platz.
Die beiden Schwestern Leonie und Valerie Imhof aus Groß-Gerau sind die hoffnungsvollsten Talente in Hessen. Für beide waren es die ersten World Roller Games und die Ergebnisse hinterlassen einen guten Eindruck. Leider musste Valerie frühzeitig aufhören, da sie sich bei einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen hat und deshalb nicht mehr laufen konnte.
Sebastian Mirsch (Darmstadt) und Etienne Ramali (Groß-Gerau) vervollständigten das hessische Team. Sebastian war auf der Langstrecke vor allem als Helfer für Felix Rijhnen dabei und Etienne ist vor allem auf den Sprintstrecken im Einsatz.

 190714 - World Roller Games 2019.pdf


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