Deutsche Meisterschaft Rollkunstlauf
Fünf DM-Titel gingen nach Hessen bei Deutscher Meisterschaft    (Bericht und Bilder von Uwe Neumann)   Aktualisiert mit Bildern und Ergebnislisten hier:.... 

 Rollkunstlauf-Nachwuchs zeigt ebenfalls gute Leistungen 

Bei den Deutschen Meisterschaften im Rollkunstlauf holten die hessische Sportler wieder einmal  zahlreiche Medaillen und Titel. Erstmals war die DM nach Bremerhaven vergeben worden und der ausrichtende Verein ERC Bremerhaven hatte sich gut vorbereitet. Eine extra für die Zuschauer überdachte Tribüne sorgte für ausreichend Sitzplätze und gute Sicht . Auch die Organisation konnte sich sehen lassen und war einer DM würdig. Zahlreiche lokale Presse sowie drei Fernsehteams (darunter auch das ZDF) waren vor Ort und berichteten immer aktuell und ausführlich über die Titelkämpfe.

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Bei der Meisterklasse Damen hatte Hessen mit Sandra Woyciechowski (Hanau) gleich die erste Favoritin am Start und sie wurde ihrer Rolle sehr gerecht. Mit deutlichem Vorsprung und den höchsten Noten gewann sie souverän den  Deutschen Meistertitel im Pflichtlaufen vor Jana Kopp aus Heilbronn. Auf den Plätzen 3 und 4 die Geschwister Verena und Angela Preis aus Friedrichsdorf. Bei den Herren lieferten sich Yannick Neumann (Arheilgen) und Markus Lell (Heilbronn) einen spannenden Zweikampf in der Pflicht. Bis zur letzten Figur lagen beide gleichauf und in einem Herzschlagfinale, in dem Neumann zwar am Ende 1 Zehntel mehr als Lell auf dem Konto verbuchen konnte, unterlag er jedoch aufgrund der Majorität. 3 Wertungsrichter entschieden sich für Lell und nur 2 für Neumann. Trotzdem ein Erfolg beim ersten Start in der Meisterklasse.

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Sandra Woyciechoski                                                                                                    Verena Preis    

 

Im Kurzkür-Wettbewerb der Meisterklasse konnte keiner der Teilnehmer mit einem sauberen Programm glänzen. Weder bei den Damen noch bei den Herren gab es hier fehlerfreie Vorträge und man war gespannt, was die Sportler in der langen Kür bieten würden. Doch in diesem Programmteil lief es bei allen besser. Verena Preis (Friedrichsdorf) zeigte eine ansprechende Kür und erhielt dafür gute Noten. Platz 3 war am Ende der Lohn  dafür. Beste Leistung bot Monika Lis aus Berlin, die sich damit ein weiteres Mal den Titel in der Kür ergattern konnte. Direkt dahinter Janna Bülhoff (Datteln), die Newcomerin in der Meisterklasse. Auch ihre Kür konnte sich sehen lassen.

Danach gingen die Herren an den Start. Hier zeigte Yannick Neumann (Arheilgen) seinen Kampfgeist, auch wenn nicht alles gelingen wollte. Am Ende war es Platz 2 in Kür und Kombination. Die Top-Leistung der gesamten Meisterschaft bot jedoch Weltmeister Markus Lell (Heilbronn), dem in seiner Kür alles gelingen sollte. Sämtliche Dreifachsprünge hat der sympathische Topathlet in seinem  Repertoire dazu eine atemberaubende Geschwindigkeit über die kompletten 4 Minuten des Programms. Am Ende wurde auch er mit der höchsten Benotung seiner Laufbahn belohnt, darunter 3mal die Höchstnote 10,0.

Bei den Damen gab es in der Kombination leider nur eine Starterin. Hier holte sich Verena Preis erneut den Titel, den sie bereits im letzten Jahr gewinnen konnte.

Erstmals in der Meisterklasse waren in diesem Jahr die Rolltanz-Geschwister Yasna und Yannick Neumann von der SG Arheilgen angetreten. In den beiden Pflichttänzen fehlte noch der nötige Schwung, was vor allem an der geringen Bahngröße lag. Im OD jedoch trumpften die beiden dann stark auf. In diesem Jahr ist eine Swing-Combination das zu wählende Thema und die beiden haben sich für einen Swing von Caro Emerald sowie einen Blues von Michael Bublé entschieden. Eine mitreißende Interpretation sowie die vielfältige Choreographie der beiden ließen die Wertungsrichter Noten bis 9,0 in der B-Note ziehen - die bisher höchste Bewertung seit Beginn der Tanzkarriere vor 3 Jahren.
Auch im Kürprogramm zu südamerikanischen Musiken sah man deutlich die Leistungssteigerung des Paares. Mit Hilfe von Weltmeister Hugo Chapouto aus Portugal wurde der letztjährige OD zum diesjährigen Kürtanz umfunktioniert. Es war vom Ablauf her der beste Wettbewerbsteil der beiden, jedoch merkt man ihnen noch an, dass die schwierigen Schritte ihren Tribut zollen und die Präsentation noch verbessert werden kann. Auch hier erhielten sie Noten bis 9,1 und wurden verdient Deutsche Meister im Rolltanzen.

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Yasna und Yannick Neumann                                                                                             Yasna Neumann

Im Wettbewerb der Junioren gab es gleich mehrere Hessen, die sich Chancen auf die 3 zu vergebenden Titel machen durften. Im Pflichtwettbewerb trumpfte dabei einmal mehr die amtierende Junioren-Weltmeisterin aus Hanau Beatrice Wachter auf. Sie gewann mit klarem Vorsprung ihren dritten Titel in Folge vor Joyce Lee aus Essen. Auf den Plätzen 3, 4 und 6  konnten sich mit Yasna Neumann (Arheilgen), Sabrina Proschmann (Hanau) und Janin-Kristin Cestar (Neu-Isenburg) weitere Hessen in der ersten Hälfte platzieren.

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Beatrice Wachter

Die Titel in Kür und Kombination gingen ebenfalls an eine hessische Athletin. Yasna Neumann machte sich dabei das schönste Geschenk zu ihrem 18. Geburtstag und wurde zweifache Deutsche Juniorenmeisterin. Sie zeigte sich im Wettbewerb wieder wesentlich stabiler als zu Beginn der Saison und wußte besonders in der B-Note zu gefallen, wo ihr die Wertungsrichter die mit Abstand höchsten Noten (bis 8,7) dieses Wettbewerbs gaben. Auf Platz 3 in der Kür und 2 in Kombination stand mit Sabrina Proschmann eine weitere Hessin auf dem Podium. 

Ein tolles Bild lieferte auch das Pflichtergebnis bei den Damen in der Jugend. Die 4 hessischen Starterinnen zeigten allesamt gute Leistungen und bestärkten eindruckvoll das gute Pflichtniveau. Nur für ganz oben hat’s leider nicht gereicht. Jugendmeisterin wurde Jael Jendrike (Freiburg) vor Diana Kalikhman (Heilbronn). Beste Hessin war Jasmin Dörrsieb (Arheilgen) auf Rang 3, die nach einer nervösen 1. Figur dann aber ihre Stabilität und Sicherheit im Pflichtlaufen ausspielte und ihre Rivalin Genia Kaireit vom gastgebenden Verein klar auf Platz 4 verwies.

Platz 5 für Franziska Gratzel direkt gefolgt von Lena Bauer (beide Viernheim) sowie Platz 8 für Linda Hahn aus Georgenhausen rundeten das gute Gesamtbild ab.

In der Kür zeigte sich Lena Bauer wieder auf Medaillenkurs. Sie kam dabei zwar noch nicht ganz an ihre tolle Trainingsleistung heran, bewies aber, dass mit ihr auch in der Zukunft zu rechnen ist. Mit Platz 3 in der Kür hinter Favoritin Kalikhman und Yvonne Kratsch (Hummetal) konnte sie sich die Silbermedaille in der Kombination sicher.

Krankheitsbedingt konnte Franziska Gratzel leider nicht mehr im Kür-Wettbewerb an den Start gehen. 

Gute Leistungen gab es auch in den unteren Klassen zu verzeichnen. Ein deutliches Zeichen dafür war das Abschneiden im Länderpokal, bei dem der Hessische Rollsport- und Inline Verband knapp an Platz 3 vorbeigeschrammt ist – sich aber wieder um einen Platz gegenüber dem Vorjahr auf Rang 4 verbessert hat. Ebenfalls positiv die Startrechte, die mit 47 Plätzen für das kommende Jahr wieder deutlich höher liegen als 2011. 

Zu nennen ist hier die Kürstärke der Friedrichsdorfer Jessica Baumgarten (Schüler B Jahrg. 1999) und Helena Dambacher (Schüler C) die eindrucksvoll ihren Kür-Wettbewerb gewinnen konnten. Helena setzte sich dabei sogar gegen 29 Kontrahentinnen durch. Beide gewannen jeweils die Bronzemedaille in der Kombination. Ebenfalls auf sich aufmerksam machte Aimee Pekar (Neu-Isenburg), die im Jahrgang 1999 der Schüler B den zweiten Platz in Kür und Kombination erringen konnte.

Für eine weitere Medaille sorgte bei den Schüler B Jungen Matti Urbach (Friedrichsdorf) im Kürlaufen, er holte sich die Bronzemedaille mit einer zufriedenstellenden Leistung sowie die Plätze 4 im Pflicht- und Kombinationsergebnis. Ebenfalls Bronze gewann Pflichttalent Kira Kiendorf (Arheilgen) im Wettbewerb Schüler B (Jahrg. 1998) gefolgt von Vereinskameradin Eva Schröder. Knapp am Edelmetall vorbei landete Maire-Claire Steinkraus im Pflichtwettbewerb der Schüler B (Jahrg.1999) auf dem undankbaren 4. Platz.

Bei den Schülern A durfte Nicola Schmitt (Hanau) die Bronzemedaille im Pflichtwettbewerb in Empfang nehmen. Nicola hat sich in den vergangenen Jahren stetig verbessert und dies mit dem Medaillengewinn an der DM nochmals verdeutlicht. Ein schöner Erfolg und guter Saisonabschluss für sie.

In der jüngsten Gruppe Schüler D, die in diesem Jahr erstmals ausgeschrieben wurde, startete Nachwuchstalent Catharina Hausladen und belegte am Ende den 3. Platz in diesem nur für Kombination ausgeschriebenen Wettbewerb.

Verletzungspech hatte Viviana Iparraguirre de las Casas, die kurzfristig ihren Start in Inline Artistic, für den sie als Favoritin galt, wegen einem Muskelfaseranriss absagen musste,. Der Sieg blieb mit Gloria Drebes (Frankfurt) trotzdem in Hessen.

Alles in allem zeigte sich HRIV-Fachwart Uwe Neumann sehr zufrieden mit den Leistungen seiner Sportler, wenn auch das eine oder andere nicht ganz funktionieren wollte, so sind die Hessen doch wieder auf dem Weg nach oben. Und Veränderungen für die neue Saison sind auch schon geplant, um im nächsten Jahr wieder weitere Titel und Medaillen zu holen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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